die Orgel

Was ist jetzt eigentlich mit der Engelhardt-Orgel?

Engelhardt -Orgel Restaurierung in Westerode

Mit großer Dankbarkeit und Freude können wir verkünden, dass die Finanzierung der Engelhardt- Orgel - Restaurierung in Westerode steht und wir bereits eine Firma finden konnten, die den Auftrag ausführen wird.

Durch die 25000 Euro, welche uns die VR Stiftung und die VR Bank Nordharz im letzten Jahr bewilligt hat und den vielen Spenden unserer Gemeindeglieder, bei der über die Jahre eine Summe von knapp 35000 Euro zusammenkam, haben wir nun genügend Eigenkapital angehäuft. Die Landeskirche wird den Restbetrag in Höhe von 45000 Euro dazugeben.

Mit Hilfe dieser glücklichen Ausgangslage haben wir uns im Kirchenvorstand erneut über die Vergabe der Restaurierung erkundigt und beraten lassen.

Auf Anraten unseres Orgelsachverständigen, Rüdiger Wilhelm, haben wir uns abschließend für die Orgelbaufirma Eule aus Bautzen entschieden. Sie hat ein umfassendes Gutachten und Angebot vorgelegt und damit am meisten überzeugt.

Die Firma Eule hat eine über 140jährige Orgelbautradition und gehört zu den renommiertesten in Deutschland und darüber hinaus.

Die Arbeiten an der Orgel sollen im Frühjahr des nächsten Jahres beginnen und werden einige Wochen in Anspruch nehmen.

In dieser Zeit werden wir vermutlich mit einem Ersatzinstrument auskommen müssen, welches unser Singen in den Gottesdiensten begleitet.

Aber nach über 20jähriger Vorbereitung können wir das ohne Probleme hinnehmen.

Der Kirchenvorstand bedankt sich an dieser Stelle bei allen Menschen, welche sich über die Jahre für die Orgel eingesetzt haben. Es ist ein Segen für unsere Gemeinde und unsere Dörfer, dass es Menschen gibt, die ein solches Projekt ermöglichen können.

Mai 2018 / Pfarrer Martin Widiger


Beschreibung der Orgel

Die Orgel in der Ev.-luth. St.-Nicolai-Kirche zu Westerode wird 1843 als Qualitätsarbeit von dem in Fachkreisen bekannten Herzberger Orgelbauer Johann Andreas Engelhardt (1804-1866) hergestellt.
Die historische Engelhardt-Orgel Westerodes ist ein sehr gutes Beispiel für die hochwertige damalige Orgelbaukunst. Dementsprechend stellt die Orgel ein bedeutendes Element der Orgellandschaft des nördlichen Harzvorlandes dar und ist überregional als wertvolles Kulturgut anzusprechen.

Die Engelhardt-Orgel, die als rein mechanisches Schleifladeninstrument gestaltet wird, verfügt über 10 Register mit insgesamt 534 Pfeifen, die sich auf ein Manual und ein Pedal verteilen.

Zum Manual gehören:

  • Principal 8 Fuß, Doppelflöte 8 Fuß, Viola di Gamba 8 Fuß,
  • Principal 4 Fuß, Oktave 2 Fuß, Mixtur III 1 Fuß, Trompete 8 Fuß

Zum Pedal gehören:

  • Subbass 16 Fuß, Violon 8 Fuß, Oktave 4 Fuß

Die Stimmung der Orgel ist in späterer Zeit verändert worden. Ursprünglich ungefähr im heutigen Kammerton gestaltet, was für die Entstehungszeit ungewöhnlich ist, wird das Instrument vor ca. 50 Jahren hoch gestimmt.


Veränderungen an der Orgel

Im Laufe ihrer Geschichte erfährt die Orgel wiederholt verändernde Eingriffe:

  • 1917 werden zu Rüstungszwecken die klingenden Zinn-Pfeifen aus dem Prospekt entfernt. Erst 1929 können sie durch Zinkpfeifen ersetzt werden.
  • 1969/70 erhält die Orgel einen neuen Schwimmerbalg. Manual, Pedal und Traktur werden verändert. Im Bereich der Windladen werden für die damalige Zeit typische und moderne Materialien zur Reparatur eingesetzt. 
    Durch Umstimmen der Pfeifen wird der Klang der Orgel verändert.
  • 1983 wandern die Zink-Prospektpfeifen der Oktave 4 Fuß in das Innere der Orgel und ersetzen dort die Oktave 8 Fuß (Bourdon 8 Fuß). Die Pfeifen dieses Registers werden unter dem Schwimmerbalg abgelegt und finden sich dort komplett und wieder verwendbar noch heute.
    Als weitere Veränderungen werden Prospektpfeifen des Principal 4 Fuß und Principal 8 Fuß als Nicht-Engelhardtpfeifen eingebaut.

Daraus ergibt sich,

  • dass das Pfeifenwerk als Klangmaterial der Orgel von größeren Veränderungen verschont geblieben ist und fast 90 % der Pfeifen als original halten sind.
  • Auch der übrige historische Materialbestand der Orgel ist recht hoch.
  • Der gute allgemeine Erhaltungszustand der Orgel bildet eine optimale Basis für eine Restaurierung.
  • Original erhalten ist auch das Orgelgehäuse.

Restaurierung

Für die Engelhardt-Orgel der St.-Nicolai-Kirche zu Westerode kommt nur eine originalgetreue Restaurierung im mechanischen, gestalterischen und klanglichen Bereich in Frage.
Diese sollte auch die Rekonstruktion der beiden alten Keilbälge und eine Farbgebung der Orgel im ursprünglichen Farbton umfassen.

Goslarsche Zeitung vom 20. Januar 2012

Die Arbeitsgemeinschaft Engelhardt-Orgel, Westerode, hat die Aufgabe, die organisatorischen, fachlichen und finanziellen Voraussetzungen für eine Restaurierung der Orgel zu schaffen und wirkt im Rahmen der der Ev.-luth. Kirchengemeinde Bettingerode-Westerode.

Als Orgelsachverständiger der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und Engelhardt-Spezialist berät und unterstützt Hans-Ulrich Funk mit Fachinformationen und Orgelpräsen-tationen.

Landeskirchenbaurat Martin Schuseil und Orgelsachverständiger Rüdiger Wilhelm der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig wurden detailliert über die geplante Orgel-Restaurierung informiert.

Es erfolgte ein Bauantrag zur Orgel-Restaurierung. Die beiden Kirchenvertreter wurden auf einen Restaurierungs-Zuschuss angesprochen.

Eine gemeinsame Kommission wird den Restaurierungsverlauf begleiten.


Eingeleitete Maßnahmen

Schriftliche Fachinformationen / Suche nach restaurierendem Orgelbauer

  • Dokumentation und Restaurierungsvorschlag für die Orgel wurden in Rahmen einer Gymnasiums-Facharbeit von Anna Spier erstellt. Hans-Ulrich Funk stand dabei informierend zur Seite.
  • Hans-Ulrich Funk schrieb ein Gutachten und einen Rahmenplan für die Restaurierung der Orgel, die die lohnende Wiederherstellung des denkmalwürdigen Instruments und die Restaurierungsdetails darstellen.
  • Aus mehreren Restaurierungs-Angeboten wurde Udo Feopentow, Wienhausen, als restaurierender Orgelbaumeister ausgewählt.

Informationen über die geplante Orgelrestaurierung zum Spendensammeln

  • Mit Hilfe des Kirchenblattes des Pfarrverbands Bettingerode-Westerode/Lochtum, der örtlichen Presse und des Westeroder Dorffests 2010 wurde regional auf die benötigten Gelder zur Orgelrestaurierung hingewiesen.
  • Informationen zur Orgel und ihrer geplanten Restaurierung lieferten die A4- und A5-Hefte auf der Basis der Facharbeit von Anna Spier, die auch weiterhin zum Preis von 12,90 € bzw. 4,90 € erworben werden können. Ihre Preise beinhalteten einen Spendenanteil. Um Spenden   geworben wurde auf Flyern und Postern.

ToDo

Weitere Spenden zusammentragen

  • Interessierte Privatpersonen und Firmen sowie gemeinnützig unterstützende Banken und Stiftungen werden wir direkt auf Spenden ansprechen.
  • Die Engelhardt-Orgel, Westerode, wird auch im Rahmen einer Präsentation musikalisch und technisch vorgestellt werden. Haben Sie schon einmal in eine Orgel hineingeguckt? Lassen Sie sich von der Orgel begeistern! Der Termin wird in der Presse und im Internet bekannt gegeben.

Ihre Spenden sind über Bescheinigungen steuerlich absetzbar!

S p e n d e n k o n t o :

Kirchengemeinde Bettingerode-Westerode, Volksbank Nordharz,
Kt.-Nr. 830 2052 700 (BLZ 268 900 19) Verwendungszweck: Orgel

Für Spendenbescheinigungen bitte im Verwendungszweck Ihre Adresse angeben!

Arbeitsgemeinschaft Engelhardt-Orgel, Westerode, in der Kirchengemeinde Bettingerode-Westerode
Kontakt der Arbeitsgemeinschaft:
Bettingeroder Straße 1, 38667 Westerode,
Stephanie Strauß, Tel. 05322 55 89 13 und
Günter Beuleke, Tel. 05322 8 29 43
E-Mail: engelhardtorgel.westerode@t-online.de